Verstehe deine Phobie: Ein persönlicher Leitfaden

Selina Vogt
Psychologin
Stell dir vor, du hast eine so intensive Angst vor einer bestimmten Sache oder Situation, die so tief in dir verwurzelt ist, dass sie dein tägliches Leben beeinflusst. Genau das ist eine Phobie. Es ist eine dauerhafte, oft unlogische Furcht vor spezifischen Dingen, Situationen, Lebewesen oder Objekten. Das Besondere an einer Phobie ist, dass selbst das Wissen, dass andere Menschen diese als harmlos ansehen, dir wahrscheinlich nicht hilft, deine Angst zu verringern. Stattdessen entwickelst du ein Angst vor der Angst.

Der Teufelskreis der Phobie
Ist dir schon einmal aufgefallen, dass allein der Gedanke an etwas, das du fürchtest, Angst auslösen kann. Diese Angst vor der Angst führt oft dazu, dass du mit allen Mitteln versuchst, diese angstbesetzte Situation oder Objekt zu meiden. Leider verstärkt genau diese Vermeidung deine Phobie. Daraus ergibt sich schnell ein Kreislauf, aus dem nur schwer wieder auszubrechen ist.
Die Phobie als Störungen: Mehr als nur Ängste
Phobische Störungen gehören zu den Angststörungen. Die Phobie, oder Angst vor etwas, wird hierbei durch klar definierte, eigentlich ungefährliche Situationen ausgelöst. Vielleicht kennst du das: Du meidest bestimmte Situationen oder erträgst sie nur mit großer Furcht. Symptome wie Herzklopfen oder ein Gefühl der Schwäche können auftreten, oft begleitet von der Angst vor dem Sterben, Kontrollverlust oder dem Gefühl, wahnsinnig zu werden. Nicht selten tritt diese Angst gemeinsam mit Depressionen auf. Auch Panikattacken sind möglich. Für Tipps bei Panikattacken, lies dir am besten unseren Artikel "Was tun bei Panikattacken" oder "Angst und Panik langfristig reduzieren" durch.
Die häufigsten klinischen Phobien
Agoraphobie: Die Angst vor weiten und engen Räumen, Menschenmengen und öffentlichen Verkehrsmitteln
Hast du Angst, das Haus zu verlassen? Fühlst du dich unwohl in Menschenmengen, auf öffentlichen Plätzen oder in Geschäften? Fällt es dir schwer, alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wie Bus oder Bahn zu fahren? Dann könnte eine Agoraphobie dahinterstecken. Da die meisten angstauslösende Situationen meiden, erleben sie ihre Beschwerden im Alltag oft gar nicht so deutlich, die Angst bleibt aber im Hintergrund bestehen.
Erkennst du dich in den Symptomen wieder?
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Spezifische Phobien: Angst vor ganz konkreten Dingen
Diese Phobien sind auf sehr spezifische Situationen begrenzt, wie die Nähe von bestimmten Tieren, Höhenangst, Angst vor Donner, Dunkelheit, Fliegen, geschlossenen Räumen, oder spezifischen Handlungen wie der Benutzung öffentlicher Toiletten. Trotz der engen Begrenzung der Situation können diese Phobien Panikzustände wie bei einer Agoraphobie oder einer sozialen Phobie auslösen.
Soziale Phobie: Die Angst vor negativer Bewertung im sozialen Kontext
Du fühlst dich unwohl in sozialen Situationen, weil du Angst vor der negativen Bewertung anderer hast? Diese Angst führt oft zur Vermeidung sozialer Situationen. Das ist eine soziale Phobie. Typische Symptome sind Erröten, Händezittern, Übelkeit oder der Drang zum Wasserlassen. Diese extreme Angst vor sozialer Interaktion kann sogar Panikattacken auslösen. Ein geringes Selbstwertgefühl und die Angst vor Kritik sind oft damit verbunden. Du erkennst dich wieder?
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Fazit
Phobien sind komplex und oft mehr als eine einfache Angst. Sie beeinflussen, wie du Entscheidungen triffst, wohin du gehst und wie frei du dich im Alltag bewegst. Das verdient ernstgenommen zu werden.
Wenn du merkst, dass dich Angst im Alltag einschränkt, gibt es heute verschiedene Wege zur Unterstützung, auch digitale. Beispielweise die digitalen Therapieprogramme von Mindable Health wurden speziell für Menschen mit Panikstörung, Agoraphobie und sozialer Phobie entwickelt und begleiten dich Schritt für Schritt, wann und wo du möchtest.
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Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung.





