Wissenschaft & Forschung trifft Design & Digitalisierung

Mindable kombiniert den aktuellen Stand der Wissenschaft und Forschung mit intuitivem Design und digitalen Technologien, um die psychotherapeutische Behandlung bestmöglich zu unterstützen.

Evidenzbasiert

Mindable basiert auf Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) mit Fokus auf Konfrontationsverfahren. Dies gilt als wissenschaftlich geprüfter Goldstandard [1-2] und wird so auch in den S3-Leitlinien zur Behandlung von Angststörungen empfohlen. Die Grundlage des Behandlungsprogramm bildet das Behandlungsmanual “Expositionsbasierte Therapie der Panikstörung mit Agoraphobie” (Lang et al., 2018)[3]. Die Wirksamkeit des Manuals wurde in einer der bisher größten Behandlungsstudien für Panikstörung und Agoraphobie evaluiert und für hoch befunden. Es gilt somit als evidenzbasiert. Wir von Mindable haben also nicht das Rad zur Behandlung von Angststörungen neu erfunden, sondern in enger Zusammenarbeit mit den Autor:innen einen Transfer von evdienzbasierten Behandlungsvorgänge in den digitalen Raum verwirklicht. Dass das möglich ist, und therapeutische Smartphone-Apps bei der Behandlung von Angststörungen wirksam sind, wurde bereits mehrfach durch Studien und systematische Literaturreviews nachgewiesen [4-9].

Studien mit Mindable

Aktuell werden klinische Studien zur Nutzung von Mindable durchgeführt. Präklinische Daten zeigen bereits deutliche Verbesserungen in der klinischen Symptomatik, der Lebensqualität, den Einschränkungen im Alltag, sowie in der Selbstwirksamkeit bei Mindable-Nutzer:innen.

Medizinprodukt & DiGA

Zudem ist Mindable ein CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt der Klasse I MDD und eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA). Das bedeutet, dass wir sowohl mit den strengen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen des Medizinproduktegesetzes, sowie des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) konform sind. Natürlich wurden wir auch von beiden Instanzen auf Herz und Lungen – oder eher auf Chip und Code – geprüft und für sicher befunden. Das unterscheidet Mindable von vielen anderen sogenannten Gesundheits- und Wellness-Apps, die frei verfügbar auf dem Markt sind und keinerlei Prüfung und Überwachung unterstehen. Und weil Mindable eine App auf Rezept ist könnt ihr sie euch von Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen verschreiben und von den gesetzlichen Krankenkassen erstatten lassen. 

Usability & User Experience Design

Bei der Entwicklung war es uns besonders wichtig die Nutzer:innen in den Mittelpunkt zu stellen, um eine bedarfsgerechte App anbieten zu können. Unser erfahrenes Team an UX-Designer:innen und Psycholog:innen hat daher all seine Kräfte vereint, um eine höchst intuitive App zu gestalten, die Nutzer:innen eine reibungslose und komplett eigenständige Nutzung ermöglicht.

Bei Mindable vereint sich Wissenschaft & Forschung mit Design & Digitalisierung.

Aktuelle Forschungsprojekte aus der Wissenschaft

Wir haben den Anspruch Mindable kontinuierlich nach neuesten Erkenntnissen weiter zu entwickeln und unsere Methoden wissenschaftlich prüfen zu lassen. Dazu führen wir derzeit mehrere Forschungsprojekte und Studien mit unseren Kooperationspartnern durch:

Christoph-Dornier Stiftung

Gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Lang und Dr. Sylvia Helbig-Lang untersuchen wir die Wirksamkeit von Mindable in einer multizentrischen, randomisierten Vergleichsgruppenstudie mit zwei Untersuchungsarmen. Verglichen wird die Effektivität der Nutzung von Mindable während der Wartezeit auf einen Therapieplatz gegenüber einer Wartekontrollgruppe. 

Mehr erfahren –>

Universitätsklinikum Bonn

Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Alexandra Philipsen und Dr. Niclas Braun wird an der UK Bonn derzeit eine drei-armige, randomisierte Interventionsstudie durchgeführt. Verglichen wird die Effektivität der Nutzung von Mindable, sowohl gegen eine App-basiertes Entspannungstraining, als auch gegen eine passive Kontrollgruppe.

Quellen

[1] Gloster, A. T., Wittchen, H. U., Einsle, F., Lang, T., Helbig-Lang, S., Fydrich, T., … & Gerlach, A. L. (2011). Psychological treatment for panic disorder with agoraphobia: a randomized controlled trial to examine the role of therapist-guided exposure in situ in CBT. Journal of consulting and clinical psychology, 79(3), 406.

[2] Klan, T., & Hiller, W. (2014). Die Wirksamkeit einzelner Therapieelemente in Routinetherapien bei Panikstörung und Agoraphobie. Verhaltenstherapie, 24(3), 157-167.

[3] Lang, T., Helbig-Lang, S., Westphal, D., Gloster, A. T., & Wittchen, H. U. (2018). Expositionsbasierte Therapie der Panikstörung mit Agoraphobie. Ein Behandlungsmanual. Göttingen, Hogrefe.

[4] Andrews, G., Basu, A., Cuijpers, P., Craske, M. G., McEvoy, P., English, C. L., & Newby, J. M. (2018). Computer therapy for the anxiety and depression disorders is effective, acceptable and practical health care: An updated meta-analysis. Journal of Anxiety Disorders. Elsevier Ltd.

[5] Apolinário-Hagen, J. (2019). Internet-delivered psychological treatment options for panic disorder: a review on their efficacy and acceptability. Psychiatry investigation, 16(1), 37.

[6] Cho, C. H., & Lee, H. J. (2019). Could digital therapeutics be a game changer in psychiatry?. Psychiatry investigation, 16(2), 97.

[7] Lindhiem, O., Bennett, C. B., Rosen, D., & Silk, J. (2015). Mobile technology boosts the effectiveness of psychotherapy and behavioral interventions: a meta-analysis. Behavior modification, 39(6), 785-804.

[8] Rathbone, A. L., Clarry, L., & Prescott, J. (2017). Assessing the efficacy of mobile health apps using the basic principles of cognitive behavioral therapy: systematic review. Journal of medical Internet research, 19(11), e399.

[9] Van Ameringen, M., Turna, J., Khalesi, Z., Pullia, K., & Patterson, B. (2017). There is an app for that! The current state of mobile applications (apps) for DSM‐5 obsessive‐compulsive disorder, posttraumatic stress disorder, anxiety and mood disorders. Depression and anxiety, 34(6), 526-539.

 

Medizinischen Inhalte und Verfahren der Mindable App

Bandelow B, Wiltink J, Alpers GW, Benecke C, Deckert J, Eckhardt-Henn A, et al. Deutsche S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen. 2014

BPtK. (2018). Ein Jahr nach der Reform der Psychotherapie-Richtlinie, Wartezeiten 2018.

Domhardt, M., Letsch, J., Kybelka, J., Koenigbauer, J., Doebler, P., & Baumeister, H. Are Internet- and mobile-based interventions effective in adults with diagnosed panic disorder and/or agoraphobia? A systematic review and meta-analysis. In Journal of Affective Disorders. 2020;276:169–182.

Gassen, A. Ein Jahr Richtlinienreform: Schnelle Umsetzung durch Psychotherapeuten. Pressemitteilung der KBV.2018.

Gloster, A. T., Wittchen, H. U., Einsle, F., Lang, T., Helbig-Lang, S., Fydrich, T., … & Gerlach, A. L. Psychological treatment for panic disorder with agoraphobia: a randomized controlled trial to examine the role of therapist-guided exposure in situ in CBT. Journal of consulting and clinical psychology. 2011;79(3):406.

Helbig-Lang S. Psychotherapeutische Hausaufgaben: Techniken der Verhaltenstherapie: mit E-book inside und Arbeitsmaterial. Beltz Verlag; 2015.

Helbig, S., Hähnel, A., Weigel, B. & Hoyer, J. Wartezeit für Psychotherapiepatienten – und wie sie zu nutzen ist. Verhaltenstherapie, 2014;14:294-302.

Lang T, Helbig-Lang,S., Westphal D., Gloster, AT, Wittchen HU. Expositionsbasierte Therapie der Panikstörung mit Agoraphobie. 2nd Edition, Hogrefe Verlag; 2018.

Lang, T., Helbig-Lang, S., & Petermann, F. (2009). Was wirkt in der kognitiven Verhaltenstherapie der Panikstörung mit Agoraphobie? Ein systematisches Review.Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie, 57(3), 161-175.

Stech, E. P., Lim, J., Upton, E. L., & Newby, J. M. Internet-delivered cognitive behavioral therapy for panic disorder with or without agoraphobia: a systematic review and meta-analysis. Cognitive Behaviour Therapy. 2020;49(4):270–293.